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Gleismannsbahnhof Gleis 1.1

Die Norderstedter U-Bahn / Die Linie U1 des HVV

Die erste Verlängerung

Die Zweigstrecke der "Hamburger Hochbahn (HHA)" nach Norden, die sogenannte "Langenhorner Bahn", die 1918 provisorisch und 1921 vollständig bis *Ochsenzoll eröffnet worden war, bewirkte einen Zuzug von Menschen vor allem ins benachbarte holsteinische Dorf Garstedt. Die Haltestelle *Ochsenzoll lag lange Zeit an 6. Stelle, gemessen an der Zahl der zusteigenden Fahrgäste, und das bei gesamt etwa 60 Hochbahn-Haltestellen! Die Eröffnung der Haltestelle *Kiwittsmoor 1960 senkte den Zustrom an Fahrgästen in *Ochsenzoll ein wenig.

Seit 1931 wurde eine Verlängerung der U-Bahn ab *Ochsenzoll angedacht und eine mögliche Trasse in Garstedt von der Bebauung freigehalten. Die U-Bahn sollte über "Tannenhofstraße" und "Kirchenweg" bis zum damaligen Rathaus Garstedt verlängert werden, aber konkrete Planungen kamen nicht zustande. Ob Zwischenhalte vorgesehen waren, ist nicht bekannt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand stattdessen eine andere Verkehrsverbindung ab *Ochsenzoll, die sogenannte "Alsternordbahn (ANB)", die 1953 eröffnet wurde. Sie begann ebenerdig gegenüber dem Empfangsgebäude der U-Bahn auf der westlichen Seite der "Langenhorner Chaussee" und führte weit östlich des alten Siedlungskerns fast geradlinig nach Norden.

In den 1960er Jahren wollte Hamburg für die zweite Flughafen-Landebahn in Fuhlsbüttel Garstedter Gelände haben, was in Garstedt eine mehrstöckige Bebauung ausgerechnet in der Flugschneise verhindern würde. Garstedt willigte nach längeren Verhandlungen ein, allerdings unter der Bedingung, daß die U-Bahn vom *Ochsenzoll bis zum neugeplanten "Herold-Center" entlang der bestehenden Trasse der "Alsternordbahn" gebaut werden würde.

Zunächst wurde das bestehende Empfangsgebäude in *Ochsenzoll abgerissen und die beiden Bahnsteiggleise nacheinander tiefergelegt, da die Durchfahrtshöhe unter der "Langenhorner Chaussee" nicht ausreichend war. Westlich der Straße wurde eine dreigleisige Abstellanlage errichtet, die sich zwischen den künftigen Streckengleisen befindet (die heutigen Gleise 21 - 23). Für die Fahrgäste entstand ein Tunnel unter der Straße sowie zwei Pavillons, in denen sich die Zugangstreppen, eine Rolltreppe auf der westlichen Straßenseite, Läden sowie Werbevitrinen befinden. So konnten die Fahrgäste, die zwischen der U-Bahn und der "ANB" umstiegen, die stark befahrene Chaussee meiden.

Die U-Bahn-Strecke wurde dann auf der ehemaligen Trasse der "Alsternordbahn" im Einschnitt bis zum heutigen "Herold-Center" gebaut. Während die "ANB" eingleisig auf einem zweigleisigen Planum fuhr, wurde die U-Bahn zweigleisig gebaut. Dafür mußte eine breite Schneise in die südliche Siedlungsstruktur Garstedts geschlagen werden. Für die Straßen "Ohechaussee", "Hempberg" und "Ochsenzoller Straße" wurden Betonbrücken gebaut.

Die "ANB" konnte wegen der Bauarbeiten nicht bis zur Eröffnung der U-Bahn weiterhin bis *Ochsenzoll fahren, sondern wurde im Sommer 1967 südlich der Haltestelle *Garstedt Birkenweg unterbrochen. Zwischen den beiden Haltestellen gab es einen Busersatzverkehr ohne Zwischenstop.

Am 1. Juni 1969 wurde die mittlerweile U 1 genannte "Langenhorner Bahn" zunächst eingleisig bis *Garstedt verlängert. Am 14. Dezember 1969 kam das zweite Gleis hinzu. Die Streckenlänge *Ochsenzoll - *Garstedt beträgt 1,9 Kilometer. Der Bahnhof *Garstedt liegt unterirdisch; zirka 25 Jahre lang endeten die Bahnsteiggleise direkt an der nördlichen Tunnelwand.

Ein direkter Übergang zur nun hier endenden "ANB" war vorgesehen, jedoch sollte die "ANB" mittels einer Rampe auf die -1-Ebene der U-Bahn geführt werden. Da die Dieselabgase der MAN-Triebwagen den Tunnel verräuchert hätten, verblieb die "ANB" in Straßenhöhe an einem neuen Bahnsteig mit Namen *Garstedt, der in Sichtweite des alten Haltepunkts *Garstedt Birkenweg lag, der dann aufgegeben wurde. Das Umsteigen von hier zur U-Bahn war umständlich. Der Zugang zur "ANB" war nicht wetterfest und der Bahnsteig äußerst bescheiden eingerichtet.

Die zweite Verlängerung

Zwar wurde schon 1970 bei der Gründung Norderstedts davon gesprochen, daß die U-Bahn bald bis zur nördlichen Stadtgrenze verlängert werden würde. Der Weiterbau in Norderstedt zog sich dann doch über 20 Jahre lang hin. Finanzielle Gründe und die geringe Bevölkerungsdichte entlang der Trasse sprachen gegen eine baldige Verlängerung. Durch den Bau des neuen Stadtteils Norderstedt Mitte änderten sich jedoch die Vorbedingungen; das neue Stadtzentrum mit Rathaus, Verwaltung und Busbahnhof benötigte einen zeitgemäßen Bahnanschluß, den auch eine modernisierte "ANB" (mittlerweile A 2 genannt) nicht bieten könne.

Die A 2 wurde Anfang der 1990er Jahre zwischen *Norderstedt Mitte und *Ulzburg Süd grundlegend modernisiert, nachdem vorher etwaige Stillegungsabsichten glücklicherweise abgewendet werden konnten. Der Abschnitt bis *Garstedt war jedoch von der Modernisierung ausgenommen, da die Anbindung nach Hamburg verbessert werden sollte, indem man die U-Bahn im Einschnitt bis *Norderstedt Mitte verlängert. Ein verdichteter Fahrplan, wie er vorgesehen war, hätte bei einer Beibehaltung der schienengleichen Bahnübergänge der A 2 zu kilometerlangen Staus geführt. Und wenn schon die Bahn im Einschnitt fährt, könne man auch gleich eine U-Bahn daraus machen.

1991 wurde dann der Bau konkret: das Schleswig-Holsteinische Wirtschafts- und Verkehrsministerium ordnete den Baubeginn an. Am 9. September 1991 fand unter Teilnahme von politischer Prominenz aus Hamburg und Schleswig-Holstein der erste Spatenstich statt. In diesem rund 223 Millionen DM teuren sogenannten "Norderstedter Jahrhundertbauwerk" sollte die U 1 um zwei Haltestellen bis zum neu entstandenen Zentrum in Norderstedt gebaut werden. Der Verzicht auf die Haltestelle *Richtweg, der lange Zeit erwogen wurde, kam glücklicherweise nicht zustande. Die Gesamtsumme beinhaltet neben der U-Bahn-Verlängerung auch die Kosten für die Modernisierung der Strecke der A 2 sowie zwei neue U-Bahn-Einheiten des Typs DT 4, die der "Verkehrsgesellschaft Norderstedt (VGN)" gehören (laufende Nummern 129 und 130; die Einheit 130 trägt seit Juni 1999 den Namen "Norderstedt").

Auf der bisherigen eingleisigen Trasse der A 2 wurde die neue U-Bahn-Strecke wiederum zweigleisig gebaut und für den Gleiswechselbetrieb eingerichtet (in dem Zusammenhang wurde auch der Abschnitt *Ochsenzoll - *Garstedt gleiswechselbetriebsfähig). Die A 2 bekam, entgegen der vorigen Verlängerung vom *Ochsenzoll nach *Garstedt, wo die A 2 vorzeitig stillgelegt wurde, eine westlich verschobene Trasse und verkehrte bis zur Eröffnung der U-Bahn weiterhin bis *Garstedt.

Von *Garstedt ausgehend, wurde zunächst ein Einschnitt angelegt, in dem der an den alten Tunnel anschließende neue Tunnel errichtet wurde. Die nördliche Tunnelwand am Bahnhof *Garstedt war bereits so konstruiert, daß sie, ohne Beschädigungen an den rechtwinklig anschließenden Seitenwänden zu verursachen, entfernt werden konnte, um die U-Bahn ohne große Probleme verlängern zu können. Anfang 1993 wurden in der ausgehobenen Baugrube in *Norderstedt-Mitte die Fundamente und die Wände für die Haltestelle gegossen. Im März 1994 wurde dann das Richtfest gefeiert. In den Zeitungen wurden die Norderstedter zum 30. April 1996 davor gewarnt, weiterhin die halbfertige Bahntrasse als Abkürzung zu nehmen, da nun die Stromschienen eingeschaltet seien und das Betreten des Bahnkörpers mit Gefahren verbunden ist. Am Mittag des 21. Mai 1996 fand die erste Testfahrt von *Garstedt nach *Norderstedt Mitte statt. Die Haltestelle *Richtweg war zu dem Zeitpunkt noch nicht ganz fertig, da vom dortigen Gleichrichterwerk aus noch etliche Kilometer Kabel verlegt werden mußten.

Vom 1. - 27. September 1996 fanden fahrplanmäßige Fahrten ohne Fahrgäste statt, die in *Garstedt den weiterfahrenden Zug verließen.

Am Samstag, den 28. September 1996 wurde dann die 2,8 Kilometer lange U-Bahn-Verbindung feierlich eröffnet und die A 2 in den neuen Bahnhof *Norderstedt-Mitte geführt. Am darauffolgenden Tag (dem 29. September 1996) war dann der offizielle Fahrplanwechsel.

Die geplante dritte Verlängerung

Die schon lange geplante Verlängerung der U 1 in den Norden von Norderstedt scheint in greifbare Nähe gerückt zu sein. Laut dieser beiden Quellen "Ausbau der U1: Norderstedt macht den Weg frei" und "Beschlußvorlage - Verlängerung der U-Bahn Linie U1" hat sich die Stadt Norderstedt bereits für die Verlängerung ausgesprochen und Geld in Höhe von mehr als 30 Millionen € bereit gestellt. Sie hat sich bereits 2018 und 2019 über eine Verlängerung bei der "Hamburger Hochbahn AG (HHA)" informiert. Das Land Schleswig-Holstein hat aber noch Fragen bezüglich der Bauausführung und der Wirtschaftlichkeit, damit die Strecke in den landesweiten Nahverkehrsplan aufgenommen werden kann. Eine Entscheidung für den Weiterbau ist also noch offen. Es sind Gesamtkosten von über 135 Millionen € zu erwarten, von denen Schleswig-Holstein dann mehr als 100 Millionen zu tragen hätte. Norderstedt gibt eine verbindliche Zusage zur Übernahme von 25 % der Gesamtbaukosten.

Geplant ist, die zweigleisige U-Bahn-Strecke bis zur *Quickborner Straße im Norderstedter Stadtteil Friedrichsgabe zu verlängern und die Strecke der A 2 entsprechend zu verkürzen (Variante "B"). Hier entstünde dann ein neuer Umsteigepunkt zwischen U-Bahn und AKN. Die Haltestellen *Moorbekhalle und *Friedrichsgabe würden zu U-Bahn-Haltestellen um- beziehungsweise neugebaut; die "Waldstraße" und die "Quickborner Straße" mittels neuer Tunnelbauwerke unterfahren. Die übrige Strecke soll offen in Tieflage geführt werden. Zudem werden drei neue U-Bahn-Züge angeschafft; wahrscheinlich welche der Baureihe DT 5 oder DT 6, die dann der "VGN" gehören würden, so wie die beiden DT 4-Einheiten.

Der Grund für die dritte Erweiterung ist, wie bei der zweiten Verlängerung, die Tatsache, daß ein verdichteter Takt, der durch die entstandenen oder noch entstehenden Neubaugebiete an der Bahntrasse notwendig zu sein scheint, nur mit der Beseitigung der Bahnübergänge zu erreichen ist. Außerdem ist ein barrierefreier Ausbau der Haltestellen *Moorbekhalle und *Friedrichsgabe bei Beibehaltung der AKN anscheinend nicht zu erreichen. Wenn dann schon sowieso ein Umbau der Strecke notwendig ist, dann am besten gleich als U-Bahn ... Zudem sind die aktuellen VTA-Triebwagen der AKN nur über Stufen zu betreten.

Interessant in der oben genannten Beschlußvorlage ist die Feststellung, daß (Zitat): "Eine Projektrealisierung seitens der Stadt [...] für zulässig erklärt [wurde] (obwohl grundsätzlich als gesetzlicher Aufgabenträger für Bahnverkehr in Schleswig-Holstein die Landesregierung fungiert), weil es sich bei einer elektrifizierten U-Bahn um ein straßenbahngleiches [Unterstreichung von mir] Schienenvorhaben handelt, welches Städte über 50.000 Einwohner in eigener Zuständigkeit umsetzten dürfen. (Diese Möglichkeit gilt nicht für diesel- oder wasserstoffbetriebene Bahnen.)". Merkwürdig ist die falsche Linienbezeichnung der AKN ("A 1" statt "A 2") in der Beschlußvorlage!

Unverständlich ist allerdings, warum die gesamte Strecke in Tieflage geführt werden muß. Zwischen den jetzigen Haltestellen *Moorbekhalle und *Friedrichsgabe wurde etwa 2014 eine neue Straßenunterführung für die verlängerte "Oadby-and-Wigston-Straße" errichtet. Bei einer Tieflage der Bahn müßte sie wieder entfernt werden... wenig weitsichtig. Die jetzige AKN-Strecke führt ein längeres Stück ohne große Steigungen oder Kurven nach Norden. Das könnte man doch auch für die U-Bahn nutzen. Daß die Strecke umgebaut werden muß, ist klar; das U-Bahn-Profil ist nun mal ein anderes als beispielsweise das Profil der AKN.

Der Weiterbau der U-Bahn bis *Ulzburg Süd sei laut Beschlußvorlage (Variante "A") dagegen unwirtschaftlich. Nördlich der Haltestelle *Quickborner Straße münden die beiden Güterstrecken vom Umspannwerk und der "Norderstedter Industriebahn" in die AKN-Strecke, deren Züge nicht mit dem U-Bahn-Profil kompatibel sind. Eine Expreßzugverbindung von Kiel über Neumünster nach Norderstedt soll jedoch unabhängig von der U-Bahn-Verlängerung realisiert werden.

Wenn es nach Norderstedt geht, soll bereits im Jahr 2023 der Baubeginn sein und schon 2027 die gesamte Strecke der U-Bahn zur Verfügung stehen.

Strecke und Haltestellen (Stand 2021)

Der Tunnelbahnhof *Garstedt behielt seinen südlichen Gleiswechsel und bekam ein nördliches Abstellgleis hinzu und auf dem Bahnsteig auch einen Schrägaufzug. Da die Haltestelle nur einen mittigen Zugang hat, entstand auf der Südseite ein Notausgang, der östlich der Gleise bis zur "Ochsenzoller Straße" führt. Der Garstedter Tunnel ist jetzt knapp 1 km lang; der nördliche neue Tunnel mißt 560 Meter.

Hinter der "Marommer Straße" endet der Tunnel. Die Trasse steigt an und erreicht die +/-0-Ebene. Die Haltestelle *Richtweg wurde als einzige Haltestelle der U-Bahn ebenerdig mit Seitenbahnsteigen angelegt, zudem befindet sich hier ein Unterwerk. Die Bahnsteige sind nur von Norden aus erreichbar. An der Haltestelle *Richtweg entstand im Zusammenhang mit dem Bau der U-Bahn eine Überführung für Fußgänger und Radfahrer.

Hinter der Haltestelle *Richtweg senkt sich die Trasse wieder und verläuft erneut im Einschnitt bis zur Endhaltestelle. Für den "Buchenweg" und den "Heidberg" wurden neue Betonbrücken errichtet. Der "Richtweg" und der "Rüsternweg" wurden hingegen unterbrochen (der "Richtweg" nur für den Autoverkehr). In *Norderstedt-Mitte enstand in der -1-Ebene im offenen Einschnitt eine Umsteigeanlage für die Hochbahn- und AKN-Züge in Form eines Berührungsbahnhofes ohne Gleisverbindung der beiden Verkehrsmittel (die sogenannte "Spanische Lösung"), mit zwei Bahnsteigen, die sich unterhalb der "Rathausallee" zu einem vereinigen. Zudem entstand oberhalb des südlichen Tunnelabschnitts des Bahnhofes der neue ZOB. Das Tunnelbauwerk ist rund 330 Meter lang. Es gibt drei Zugangsanlagen zu den Bahnsteigen. Die mittig gelegene Kehranlage der U-Bahn ist zweigleisig und nur vom Bahnsteig aus erreichbar. Sie ist durch einen doppelten Gleiswechsel an die beiden Streckengleise angebunden.

Weitere Entwicklungen

Die A 2-Strecke wurde binnen kurzer Zeit nach der Betriebsumstellung abgebaut und teilweise in einen Wanderweg umgestaltet.

Der anfängliche 20-Minutenbetrieb außerhalb der Hauptverkehrszeiten zwischen *Norderstedt Mitte und *Garstedt bewirkte schnell zahlreiche Proteste, so daß nach Errichtung von Lärmschutzwänden südlich und in Höhe der Haltestelle *Richtweg der 10-Minutenbetrieb eingeführt wurde.

Planmäßig wird die Strecke heute nur noch von den Fahrzeugen der Reihe DT 4, früher in den HVZ auch von den DT 3, selten von den DT 2, befahren. Außerdem kamen werktags noch einzelne Züge, gebildet aus Fahrzeugen der Reihe DT 3, nach Norderstedt. Inzwischen fahren auch die neuen DT 5-Züge bis *Norderstedt Mitte.

Der 2004 eröffnete Nachtverkehr auf der U 1 endete bereits in *Ochsenzoll, hatte also für Norderstedt keine Vorteile. Nach verschiedenen Verhandlungen wurde nun zum Dezember 2008 der Nachtverkehr bis *Norderstedt Mitte ausgedehnt.

Nach Erhebungen der Norderstedter Verkehrsgesellschaft entwickelt sich die U-Bahn gut. Die Fahrgastzahlen auf der U 1 stiegen von anfänglich 3,7 auf 5,9 Millionen und bei der A 2 von einer auf zwei Millionen Fahrgäste im Jahr (Stand 2002 / 2003).

Nach einer undatierten Zählung der Stadtwerke Norderstedt, der die Strecke gehört, frequentieren den Bahnhof *Norderstedt-Mitte im Jahr rund 8,1 Millionen Menschen.

Sonstiges

Die Kilometrierung beginnt bei der Stadtgrenze Hamburg / Norderstedt am Bach Tarpenbek mit 0,0 und steigt sowohl in Richtung Hamburg als auch in Richtung Norderstedt an. Der Abschnitt auf Norderstedter Stadtgebiet wird von der neugebauten HHA-Streckenzentrale an der Haltestelle *Ochsenzoll mitbedient.

An einem Samstag im Juni 1999 verkehrte alle halbe Stunde ein DT 4-Sonderzug zwischen *Ochsenzoll und *Norderstedt Mitte, in dem ein gutes Dutzend Schüler der Norderstedter Musikschule sowie deren Chef Rüdiger George musizierten. Dieser sogenannte "Musikzug" war ein Beitrag zum Deutschen Musikschultag der Norderstedter Verkehrsgesellschaft und der Musikschule. Er verkehrte zum normalen HVV-Tarif.

An einem Mittwoch im Juni 2003 gab es gegen 1.30 Uhr in der Nacht eine Übung der Freiwilligen Feuerwehren in Norderstedt ("Nomi 2003" genannt), die durch die HHA und die Polizei unterstützt wurde. Dabei wurde im Bahnhof *Norderstedt Mitte ein Unfall simuliert und ein U-Bahn-Zug stand bewegungslos im angrenzenden Tunnelstück. Die Stromschienen waren dabei abgeschaltet. 51 "Verletzte" mußten versorgt werden. Für die "Rettungsnaßnahmen" wurde unter anderem eine Schienenlore verwendet. Bei dieser Übung wurden auch Schwachstellen deutlich, etwa daß durch die zu spät einsetzende "Rettung" die Luft für die "Verletzten" knapp wurde.

Im September 2004 gab es "Land unter" in *Norderstedt Mitte. Heftige Regenfälle setzten den Bahnhof unter Wasser, so daß erst die U 1 und wenig später auch die A 2 fast 24 Stunden lang durch Busse ersetzt werden mußten. Währenddessen war die Feuerwehr unermüdlich dabei, die Gleise wieder leer zu pumpen.


Fotos

U-Bahnzug im alten Bahnhof Ochsenzoll.
Der Bahnhof *Ochsenzoll wahrscheinlich Anfang der 1960er Jahre, noch mit dem 1921 errichteten Bahnhofsgebäude (es wurde 1963 abgerissen). Im Vordergrund ist neben dem TU 1-Wagen noch ein Fahrleitungsmast zu sehen, der zur ehemals elektrifizierten Langehorner Güterbahn gehört. Der Bahnhof mit all seinen Einrichtungen hat sich bis heute stark gewandelt; das einzige, was noch unverändert vorhanden ist, sind die Halter für die Haltestellenschilder, die ehemals die transparenten Haltestellenschilder auf dem Bahnsteig trugen. Von den transparenten Haltestellenschildern ist leider inzwischen nur noch eines vorhanden. Foto: Quelle Hochbahn; Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung der HHA.

Bau der U-Bahn nach Garstedt 1968 - 1.
Foto vom Bau der U-Bahn nach *Garstedt 1968. Blick in südlicher Richtung, etwa in Höhe "Ochsenzoller Straße". Zur Zeit werden noch die Sandmassen abtransportiert. Man sieht auf diesem Bild gut, wie dicht die Häuser an der Baugrube stehen. Foto von B. Schwiers.

Bau der U-Bahn nach Garstedt 1968 - 2.
Foto vom Bau der U-Bahn nach *Garstedt 1968 in Höhe der heutigen südlichen Zufahrt zum Parkhaus, Blick Richtung "Ochsenzoller Straße". Der planierte Sandboden für die Gleise ist bereits fertig, auch die Humusschicht für den Bewuchs an den Böschungen ist bereits zum Teil aufgetragen. Rechts liegen die Schienen für einen fahrbaren Kran. Foto von B. Schwiers.

Vergleichsfoto U-Bahn nach Garstedt 2008 - 1.
An etwa derselben Stelle wie das vorige Bild, nur 40 Jahre später, sieht die U-Bahn-Trasse inzwischen so aus. Foto vom 22. Mai 2008.

Bau der U-Bahn nach Garstedt 1968 - 3.
Foto vom Bau der U-Bahn nach *Garstedt 1968. Blick von der "Ochsenzoller Straße" in Richtung "Herold-Center". Man kann bereits die eingebauten Betonteile sehen, in der sich die heutige Haltestelle "Garstedt" befindet. Im Hintergrund ist der Kran zu sehen, dessen Schienen auf dem ersten Bild zu erkennen waren. Etwa an der mit (X) gekennzeichneten Stelle befand sich die Haltestelle *Garstedt der ANB. Foto von B. Schwiers.

Vergleichsfoto U-Bahn nach Garstedt 2008 - 2.
Wiederum 40 Jahre später, verschwindet der Einschnitt der U-Bahn nun in dichtem Grün. Rechts neben den Gleisen verläuft ein Fußweg, der als Notausgang der Haltestelle *Garstedt dient. Rechts außerhalb des Bildes befindet sich die Treppe zur Straßenebene. - Nach Plänen des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr vom 17. Juli 2008 soll hier die Süderweiterung des "Herold-Centers" entstehen. Der Einschnitt würde somit überdeckelt werden. Um diese Pläne ist es mittlerweile ruhig geworden. Foto vom 22. Mai 2008.

U-Bahn Haltestelle Garstedt.
Die U-Bahn-Haltestelle *Garstedt am 30. Mai 1969, einen Tag vor der offiziellen Eröffnung der Strecke nach *Ochsenzoll. Damals gab es auf dem Bahnsteig noch einen Kiosk. Foto von B. Schwiers.

Norderstedt-Mitte 2006.
Blick unter das schmucke Hallendach des Bahnhofs *Norderstedt-Mitte an seinem 10. Geburtstag, Blickrichtung Norden. Nach dem Willen der Stadt Norderstedt würde schon bald das Gleis der A 2 in Bildmitte verschwinden. Vermutlich wird das Gleis dann einem verbreiterten Bahnsteig weichen. Foto vom 29. September 2006.


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Vielen Dank an B. Schwiers und an R. Seekamp!

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Zuletzt aktualisiert am: 13*11*2021

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