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Gleismannsbahnhof Gleis 11.6Die Güterumgehungsbahn in Hamburg / Nördliche und südliche Güterbahn |
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Die Güterumgehungsbahn wird oder wurde zeitweise auch als nördliche Güterbahn bezeichnet. Wo ist dann aber die südliche Güterbahn? Die südliche Güterbahn sollte bei Tiefstack an die bestehende (nördliche) Güterumgehungsbahn aus Richtung Horn kommend anschließen. Hier gibt es heute zwischen den Straßen "Langer Hagen" und "Am Steinlager" einen ungenutzten Bahndamm, der von der Güterumgehungsbahn bis zum Tiefstackkanal führt. Ob er jemals in Betrieb war, ist nicht bekannt. Die südliche Güterbahn sollte dann durch den Rangierbahnhof Billwärder (heute Huckepackbahnhof Billwerder) führen, rechts abbiegen, durch die Vier- und Marschlande verlaufen, bei der Bunthäuser Spitze Norder- und Süderelbe überqueren und bei Meckelfeld mit einem neuen Rangierbahnhof an die Strecke Harburg - Hannover anschließen. Die Grundlage für beide Bauvorhaben (südliche Güterbahn und Rangierbahnhof Billwärder) wurde am 11. 02. 1925 im "Vertrag über den Rangierbahnhof Billwärder und die Güterumgehungsbahn zwischen Bille und Norderelbe" festgelegt. Die Trasse von Tiefstack über Billwärder nach Meckelfeld war bereits vor dem Ersten Weltkrieg geplant. Der 2. Weltkrieg und die darauffolgende Grenzziehung zwischen den beiden damaligen deutschen Staaten verhinderten sowohl die endgültige Fertigstellung des 1922 begonnenen Rangierbahnhofes Billwärder als auch den Bau der südlichen Güterbahn, da der Rangierbahnhof durch den Rückgangs des Zugverkehrs nach Berlin zunächst nicht mehr gebraucht wurde. Der nach der Maueröffnung 1989 und der Wiedervereinigung 1990 wieder zunehmende Güterverkehr machte die fehlende Verbindung von der Güterumgehungsbahn und aus Richtung Berlin nach Maschen schmerzhaft deutlich. Nun wurde die bestehende mehrgleisige Verbindung Hauptgüterbahnhof - Harburg - Maschen ausgebaut, die Personen- und Gütergleise zwischen Harburg und dem Oberhafen getauscht und die zeitraubende Spitzkehre am Hauptgüterbahnhof durch eine neue Verbindungskurve ersetzt. Die ehemals geplante Trasse durch die Vier- und Marschlande, die in den 1980er Jahren noch vorgesehen war, hätte wohl zuviel Geld gekostet und viele Schwierigkeiten beim Landerwerb verursacht. Der Ausbau der Strecke zwischen Harburg und Norderelbe dagegen nahm kaum zusätzlichen Platz in Anspruch.
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Erstellt seit dem: 26. 08. 2004
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