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Ausschnitt aus der "Mitteilung des Senats an die Bürgerschaft - Erwiderung und Antrag, betreffend Bau und Betrieb von
elektrischen Stadt- und Vorortbahnen" vom 09. Oktober 1905:
"Kapitel 5. Anschlußlinie Steinthorplatz-Hammerbrook-Billwärder Ausschlag
Die Abzweigung erfolgt unter Vermeidung von Niveaukreuzungen der Gleise unmittelbar am Ostende der Haltestelle
unter dem Steinthorplatz in der Weise, daß das südliche Gleis der Barmbecker Linie mit 1 : 80 fällt, das nördliche
Gleis der Barmbecker Linie und die abzweigenden Gleise dagegen mit 1 : 60 und 1 : 55 ansteigen, wodurch sich
gegenüber der Turnhalle ein für die Überführung der Zweigbahn über das tiefer liegende Barmbecker Gleis genügender
Höhenunterschied der Gleise ergibt. Die Zweigbahn wendet sich dann unterirdisch nach Süden, geht nahe an der
Nordostecke der Turnhalle vorüber und unterfährt die Anlagen und den Besenbinderhof. In den Anlagen wird die
Beseitigung der sogenannten alten Wache und die Versetzung der Kinderspielhalle erforderlich. Alsdann durchbricht die
Bahn die Häuserreihe an der Südseite des Besenbinderhofes, wobei die beiden alten und niedrigen Häuser No. 44 und 45
abgebrochen werden müssen, und steigt in einem mit Futtermauern eingefaßten Einschnitt und weiterhin auf hohem
Viadukt mit einer Steigung von 1 : 23,3 an, um die zur Überführung über die sechs Gleise der im Bau befindlichen
Hauptbahnanlagen erorderliche Höhe zu erreichen, fällt dann mit 1 : 40 bis zur Spaldingstraße, überschreitet diese
und den Nordkanal, legt sich dann auf einem eisernen Viadukt an die Ostseite des Lübecker Güterbahnhofes neben dem
Nagelsweg und erreicht an dem Straßenkreuz Nagelsweg-Süderstraße-Amsinckstraße die alte Trace der Südringbahn,
verläuft über dem südlichen Fußweg der Amsinckstraße, überschreitet den Fußweg am Grünen Deich und legt sich östlich
desselben auf Dammschüttung unmittelbar neben das Gütergleis der Lübecker Bahn, das sie bis zu den neuen Berliner
Hauptgleisen verfolgt. Die Bahn überschreitet auf dieser Strecke das Billbrack, die Billhorner Brückenstraße und
unterfährt nach einem Gefälle von 1 : 40 die Berliner Gleise in dem schon fertigen Bauwerk, verläuft dann neben der
Hauptbahn nach Überschreitung des Billhornerdeiches bis zum dortigen vorläufigen Endpunkt neben der Haltestelle
Rothenburgsort der Berliner Bahn.
An der Billhorner Brückenstraße ist die Möglichkeit der Einführung einer Anschlußlinie nach der Elbbrücke offen
gehalten.
Haltestellen sind vorgesehen an der Spaldingstraße; an der Ecke Süderstraße-Nagelsweg; an der Billstraße und am
Billhornerdeich. Mit dieser Endhaltestelle ist ein kleiner Betriebsbahnhof mit drei Kehr= und Rückstellgleisen und
einem Wagenschuppen verbunden. Bei der späteren Verlängerung der Bahn wird der Wagenschuppen an dieser Stelle
entbehrlich und kann beseitigt werden."
Vielen Dank an die "Freunde der Eisenbahn (FdE)" für die Archivierung des Originaldokuments und die Möglichkeit der
Nutzung dieses Archivs!
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