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Gleismannsbahnhof Gleis 7.4

U ngenutzt und U ebriggeblieben / Die "alte" Linie U4

Die ersten Planungen für die "alte" U4 vom Osdorfer Born über Jungfernstieg zur Sengelmannstraße stammen aus dem Jahr 1953, als der Stadtteil Lurup eine U - Bahnverbindung erhalten sollte. Die Führung von Lurup zur "Sengelmannstraße" ist dann etwa im Jahr 1968 festgelegt worden. Bereits vorher wurde beim Bau der Strecke "Schlump - Berliner Tor" ab 1962 auf die U4 mit Bauvorleistungen Rücksicht genommen.

Unter dem "Winterhuder Weg" in Uhlenhorst sollte beim Bau der U4 ein Anschluß für den Alsterhalbring (Abschnitt "Winterhuder Weg" - "Mühlenkamp") mitgebaut werden; gleichzeitig war hier die Querung eines Straßentunnels vorgesehen, der von Harvestehude unter der Alster nach Uhlenhorst führen sollte.

Inoffiziell hat die "alte" U4 nun die Bezeichnung "U5", nachdem die Bezeichnung U4 nun für die augenblicklich im Bau befindlichen Strecke von der "HafenCity" nach "Billstedt" benutzt wird. Ob die Strecke von Lurup zur "Sengelmannstraße" jemals gebaut wird, steht in den Sternen...

Die Strecke sollte 1969 folgenden Verlauf haben:

Osdorfer Born
Luruper Hauptstraße
Luruper Chaussee
Bahrenfelder Chaussee
Daimlerstraße
Große Brunnenstraße
Ottenser Hauptstraße
Bahnhof Altona (parallel zum Querbahnsteig)
Große Bergstraße
~ Höhe Gilbertstraße
Budapester Straße
U - Bahnhof St. Pauli
Steinwege
U - Bahnhof Jungfernstieg
U - Bahnhof Hauptbahnhof Nord
Lange Reihe
Schwanenwik
Mundsburger Damm
Winterhuder Weg
Borgweg
U - Bahn Borgweg
Hindenburgstraße
U - Bahnhof Sengelmannstraße

Die "City Nord" sollte bei dieser Planung nicht angebunden werden! Andere Pläne (etwa der von 1983) sahen eine Anbindung vor, indem die Strecke unter dem westlichen "Überseering" geführt werden sollte und auch eine Haltestelle in diesem Bereich vorgesehen war.

Folgende Bauvorleistungen sind bekannt:

1. Autobahn "A7"

In Höhe der Straße "Bahrenfelder Chaussee" wurde beim Bau der Autobahn das Brückenbauwerk der Straßenbrücke auf Großbohrpfählen gegründet, um den geplanten Schnellbahntunnel zwischen den Pfählen erstellen zu können. Er sollte in diesem Bereich in Rechteckform gebaut werden.

2. Bahnhof Altona

Hier gibt es einen begehbaren Tunnel quer unter der S - Bahn - Haltestelle, der allerdings nur provisorisch angelegt worden ist (als sogenannter "Hilfstunnel"). Am S - Bahn - Zugang und an den Bahnsteigen sieht man leider keine Indizien!

3. Jungfernstieg

Die beiden äußeren Bahnsteigkanten der U2 - Ebene (Gleise 3 und 6) waren für die U4 vorgesehen. Sie werden jetzt für die HafenCity - U4 genutzt und die Tröge haben endlich Gleise erhalten.

Zwischen den beiden Haltestellen "Jungfernstieg" und "Hauptbahnhof - Nord" sollte die U4 auf den Gleisen der U2 fahren. Deshalb wurden keine Extratunnel errichtet, sondern vor beiden Haltestellen wurden Tunnelstutzen zu den Gleisen der U2 geführt. Die beiden Stutzen östlich von "Jungfernstieg" erhalten jetzt Gleise für die HafenCity - U4.

4. Hauptbahnhof - Nord

Für die U4 wurden parallel zur U2 zwei Haltestellenröhren im Schildvortrieb gebaut. Sie sind jedoch nicht zugänglich. In der nördlichen Röhre ist eine Kunstausstellung installiert. Die später eingebauten Fahrstühle zur Bahnsteigebene wurden im Gleisprofil der U4 gebaut, so daß ein Zugbetrieb ohne den Abbau der Fahrstühle nicht mehr möglich ist.

5. Borgweg

Die U4 sollte die U3 am "Borgweg" kreuzen. Zwischen den Haltestellen "Borgweg" und "Saarlandstraße" ist ein Grünstreifen freigehalten, um ein Verbindungsgleis zur U4 bauen zu können.

6. Sengelmannstraße

Der nördliche der beiden Bahnsteige war für die stadteinwärts fahrenden Züge der U1 und U4 vorgesehen. Die U1 nach "Hauptbahnhof - Süd" fährt hinter der Haltestelle auf einer S - Kurve, um ihre ursprünglich vorgesehene Trasse zu erreichen. Auf dem heutigen Gleis der U1 Richtung Stadtmitte sollte die U4 enden. Im Gleisdreieck östlich der Brücke über die "Sengelmannstraße" war ein Betriebshof vorgesehen, von dem nur das Unterwerk errichtet wurde. Weitere Bauvorleistungen gibt es hier nicht.

Weitere angebliche, hier nicht im Einzelnen aufgeführte Vorplanungen für diese Strecke sind:

- Gebäude auf Stelzen im Zentrum vom Osdorfer Born. Dabei gibt es sowohl Pläne, die Strecke unterhalb der Gebäude enden zu lassen als auch solche, den Endpunkt der Strecke unter die Straße zu legen.

- eine freigehaltene Trasse in Lurup zwischen den Straßen "Flaßbarg" und Böttcherkamp". Hier sollte auch eine Abstellanlage oder sogar ein Betriebshof entstehen.

- und die nach dem Krieg neubebaute, verbreiterte "Große Bergstraße" in Altona, um einen zweigleisigen Tunnel ohne Hausunterfahrten dort unterbringen zu können.

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Erstellt seit dem: 12. August 2003
Online seit: ungefähr August 2003
Zuletzt aktualisiert am: 10. Juni 2009

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